IG Metall Mainz-Worms
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08.12.2019, 01:12 Uhr

IG Metall Jugend Mainz-Worms

Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Besuch des KZ Auschwitz

  • 02.12.2019
  • Aktuelles, Jugend

Die IG Metall Jugend Mainz-Worms besuchte Anfang Oktober gemeinsam mit der IG Metall Jugend Bad Kreuznach und Koblenz das Konzentrationslager Ausschwitz. Es wurde ein Zeichen gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit gesetzt und ein Kranz "in Gedenken an die Opfer des Faschismus“ niedergelegt.

Ein Interview mit Nick Vollmert, dem JAV-Vorsitzenden der KHS Worms und Teilnehmer der Fahrt

Hallo Nick, du hast mit der IG Metall eine Bildungsreise nach Krakau und Auschwitz gemacht. Erzähl doch mal: Wie war es?

Krakau und Oświęcim sind zwei wunderschöne Städte mit vielen alten Gebäuden aber auch moderner Architektur.  Die verschiedenen Seminare waren interessant und lehrreich, gerade die Gespräche mit den Zeitzeugen. Es ist einfach was ganz Anderes, wenn man dieses Thema in der Schule oder eben vor Ort behandelt. In der Schule haben wir uns nur mit Zahlen, Daten und Faken beschäftigt. Aber es selbst zu erleben und auch persönliche Fragen zu stellen, ist ein ganz anderes Lernen der Geschichte. 

Ich war schockiert und sprachlos über die Dimensionen des Lagers. Es ist einfach riesig, und wenn man sich dann mal in Gedanken ruft, dass dieses Lager überfüllt war. Diese Vorstellung raubt einem den Atem.  Den anderen Teilnehmer*innen erging es ähnlich. Es ist schwierig das Ganze in Worte zu fassen, wenn man durch die Räume der Ausstellung im Stammlager geht und die Gefühle ändern sich von Raum zu Raum.  Trotz wunderbarem Wetter war die Stimmung an diesem Tag einfach bedrückt, ich glaube viele hat der Ort einfach überrumpelt, da sie nicht wussten wie groß hier alles ist.

Das KZ-Auschwitz/Birkenau ist so riesig, dass ich mir gerne noch ausführlicher anschauen würde.

Was hat dich besonders bewegt?

Mich hat besonders der Moment bewegt, als ich den Gedenkkranz niedergelegt habe. Mir rauschten die ganzen Bilder von den Opfern durch den Kopf.  Wir haben vereinbart, dass wir als Gruppe zusammen dieses Erlebnis nach außen tragen und offensiver als Gewerkschaftsjugend mit dem Thema Rassismus umgehen wollen.

Was konntest du als Gewerkschafter für deine Arbeit im Betrieb lernen?

Dass man das Thema Rassismus nicht unterschätzen darf und handeln sollte, bevor es zu Zwischenfällen kommt – gerade bei der aktuellen politischen Lage in Deutschland. Ich werde in meinem Betrieb Rassismus keinen Platz geben. Mein Fazit: Es war es eine sehr gelungene Fahrt mit tollen Leuten und prägenden Erlebnissen.


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